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Zum Persönlichen (in) der Öffentlichen Soziologie

Vor einigen Monaten habe ich einen Beitrag im studentischen Soziologie Magazin publiziert, der eine Art Selbstdemontage vorlegte (Kray 2015). Es ging um die „Konsequenzenlosigkeit der Soziologie“ für die Gesellschaft.
Der Grund, warum ich den Artikel schrieb, war die Frage danach, was ich selbst als Angehöriger dieser Zunft wohl hoffen darf, aktiv beitragen zu können zur ‚positiven’ Entwicklung unserer Gesellschaft. Warum frönen so viele von mir persönlich verehrte VertreterInnen der Soziologie einem Pessimismus, der eine positive Vision der Zukunft – des Faches wie der Gesellschaft – im Keim zu ersticken droht? Können wir eine solche Vision entwickeln, ohne dabei allzu schnell affirmativ zu werden? Was braucht es, um nicht bloß kritisch zu sein? Und noch schwieriger: Wie verhilft man einer solchen Vision dann zu (politischer) Wirkmächtigkeit?